Malygos, der blaue Drachenaspekt, wurde vor Urzeiten von den Titanen zum Hüter der Magie bestimmt. Vor mehr als zehntausend Jahren beobachtete er mit Schrecken, wie Todesschwinge beinahe den gesamten blauen Schwarm auslöschte. Wahnsinnig vor Trauer zog sich Malygos in seinen Bau zurück und schenkte dem Rest der Welt nur noch wenig Aufmerksamkeit.
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Erst kürzlich fand Malygos zu vollem Bewusstsein zurück. Nachdem er flink den Zustand der Magie in Azeroth begutachtet hatte, kam er zu dem düsteren Befund, dass die Magie quer durch die Welt Amok lief. Für diese gefährliche Entwicklung machte er die sterblichen Völker und ihren rücksichtslosen Gebrauch von magischen Kräften verantwortlich.
Um einer Katastrophe zuvor zu kommen, verfügte Malygos, dass die unbeaufsichtigte Magie der Welt unter allen Umständen wieder unter Kontrolle gebracht werden sollte. So wandte sich der Großaspekt an das Arkanomikon, eine Karte der Leylinien der Welt. Nun benutzt Malygos das Arkanomikon, um die Leylinien zu lokalisieren und anzuzapfen, um damit die magischen Kraftflüsse, die unter der Erde verlaufen, zum Nexus, seinem Sitz in Nordend, umzuleiten. Hier werden sie durch die ansteigenden Ringe des Nexus fokussiert und in den wirbelnden Nether geschleudert. Malygos‘ Umleitung der Leylinien hat jedoch desaströse Konsequenzen: Die Kruste der Welt splittert und unstabile Klüfte entstehen, Risse im Material der magischen Dimension.
Die sterblichen Völker jedoch haben Malygos’ Abschöpfen der Magie bemerkt. Die schwächer werdenden Mitglieder der Kirin Tor, der Elitemagier von Dalaran, haben geschworen, Malygos bis zum bitteren Ende zu bekämpfen. Tatsächlich haben sie ihre schwindenden Kräfte genutzt, um die gesamte Stadt Dalaran schwebend nach Nordend zu holen. Von dort aus bereiten sich die Magier auf den nächsten Schritt in ihrem Kampf gegen den Lichkönig und die unabwendbare Konfrontation mit Malygos vor.
Die zunehmend brutalen Methoden des blauen Drachenschwarms stoßen beim roten Schwarm auf Abneigung. Mit der Erhaltung allen Lebens beauftragt, hat der rote Drachenschwarm geschworen, Malygos um jeden Preis auszuschalten. Zu diesem Zweck ist er ein Bündnis mit den Kirin Tor eingegangen und die beiden Gruppen haben damit begonnen, Malygos zerstörerische Kampagne aktiv zu bekämpfen. Die Seiten wurden gewählt und das jeweilige Kampfterrain abgesteckt, die einzige verbleibende Frage ist:
Wer wird letzten Endes gewinnen?
Text © Blizzard
Im Wyrmruhtempel, dem uralten Versammlungsort der Drachenschwärme, haben sich Alexstrasza und die Abgesandten der anderen Schwärme über Malygos' Rücksichtslosigkeit beraten und sind mit Widerwillen zu dem Schluss gekommen, dass er nicht mehr zu retten sei. Mit der Unterstützung der roten Drachen könnten Azeroths Helden womöglich das erreichen, was zuvor undenkbar schien: den Spruchwirker im Inneren des Auges der Ewigkeit herauszufordern.
So wichtig es für Azeroths Sicherheit sein mag, Malygos zu besiegen, so würde sein Tod auch ein neues Zeitalter einleiten: eine Welt, in der die Magie ohne Aufsicht ist, in der es den Drachenaspekt, der mächtig genug ist, um über sie zu wachen, nicht mehr gibt. Der Fall des Spruchwirkers verheißt nichts Gutes - nicht nur für die anderen Drachenschwärme, sondern womöglich auch für die gesamte Welt.
Text © Blizzard
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